Stadtbus


Die üstra Stadtbusse sind umfangreich auf die Bedürfnisse mobilitätseingeschränkter Fahrgäste ausgerichtet und werden in ihrem universellen Design ständig dem neuen Stand der Technik angepasst. Alle üstra Stadtbusse sind niederflurig, weisen stets zwei Stellplätze für rollstuhlfahrende Personen und Eltern mit Kinderwagen auf, haben bequeme, breite Sitzflächen und selbstverständlich auch optische und akustische Haltestellenansagen.

Für Fahrgäste im Rollstuhl ist ein Haltewunschknopf in bequemer Sitzhöhe sowohl am Aufstellplatz im Fahrzeug als auch außen an den Türen angebracht. Jeweils die zweite Tür eines jeden Fahrzeugs ist mit einer elektrischen Rampe ausgestattet. Unterstützt durch eine Absenkvorrichtung, genannt Kneeling, ist der Ein- und Ausstieg für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste besonders angenehm.

Bei Farbdesign und Innenraumausstattung hat die üstra mit der Design-Fachhochschule Hannover zusammen gearbeitet. Bei der barrierefreien Gestaltung von Fahrzeugen lässt sich das Unternehmen bereits seit 1997 von Vertretern von Behindertenverbänden beraten. Von außen besticht der Stadtbus durch seine klare Farbgebung, im Innenraum überzeugen Details eines universellen Designs.

Sehbehinderte Fahrgäste können sich dank der kontrastreichen Farbgestaltung gut im Fahrzeug orientieren. Dafür sind schwarze Haltewunschtaster auf orangen Haltestangen in Fahrtrichtung angeordnet. Um 90 Grad gedreht und damit in Richtung Bordstein angeordnet sind die Taster rechts und links der Türen. So wissen blinde Fahrgäste, dass sie am Ausstieg stehen. Der Sicherheitsbereich der Tür ist außerdem farblich kontrastierend auf dem Fußboden des Fahrzeuges abgesetzt. Im Bereich der Aufstellfläche für Rollstuhlfahrer finden sich Klappsitze unter denen Blindenführhunde Platz finden.

Die Innenbeleuchtung des Fahrzeuges ist durch ein blendfreies Lichtband für Menschen mit eingeschränkter Sehfähigkeit optimiert. Auch das äußere Display mit der Linienbezeichnung des Busses ist entspiegelt und damit gut lesbar.

Fahrgästen mit Rollstuhl, Kinderwagen oder Rollator bietet die Stellfläche gegenüber der zweiten Tür ausreichend Platz. In Gelenkbussen findet sich im hinteren Wagenteil eine zweite Mehrzweckfläche zur Platzierung von Kinderwagen oder Rollatoren. Hier bieten weitere Sitze ohne Unterbau Blindenführhunden Platz.

An den Aufstellflächen sind für die Sicherheit von rollstuhlfahrenden Fahrgästen während der Fahrt zwei so genannte Prallplatten angebracht. Fahrgäste im Rollstuhl sind vor Kippen geschützt, wenn sie sich rückwärts zur Fahrtrichtung davor platzieren. Wer es wünscht kann zusätzlich eine Armlehne herunterklappen, die an der Haltestange neben der Prallplatte befestigt ist, denn die Sicherheit und der Komfort der Fahrgäste ist der üstra besonders wichtig.

Acht Sitzplätze in Türnähe sind mit einem Piktogramm als Schwerbehindertensitzplätze gekennzeichnet. Diese Plätze sind für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste besonders geeignet. Sie verfügen über mehr Beinfreiheit als gewöhnliche Sitzplätze und sind um einige Zentimeter erhöht, um älteren Menschen das Aufstehen zu erleichtern. Direkt neben den Sitzen sind zusätzliche Haltewunschtaster zu finden.

Über die Bildschirme des Fahrgastfernsehens erhalten die Fahrgäste optische Informationen über die aktuelle Haltestelle, den Linienverlauf und Umstiegsmöglichkeiten. Außerdem wird die jeweils nächste Haltestelle nach einem Signalton in deutlicher Sprache durchgesagt.

Außen am Fahrzeug sind die Türanforderungstaster in zwei unterschiedlichen Höhen angebracht und damit gut für kleine oder sitzende Fahrgäste erreichbar. Sie sind außerdem mit Punktschrift für sehbehinderte Menschen ausgestattet. Wenn man den Taster betätigt zeigen ein Signalton und ein blinkender Lichtkranz, dass der Kontakt ausgelöst wurde.

So funktioniert die Rampe der Stadtbusse

Sämtliche üstra Busse verfügen über eine elektrische Rampe jeweils an Tür zwei. Trotz aufmerksamer Wartung sind Rampen-Störungen nicht auszuschließen. Wir sind stets bemüht, diese Störungen umgehend zu beheben. Die neuen Hybirdbusse wurden an Tür eins zusätzlich mit Ersatzrampen ausgestattet.

Warten Sie auf einen Rampenbus am besten in der Nähe des Haltestellenmastes etwa 30 Zentimeter vom Bordstein entfernt. Dort sind Sie gut zu sehen. Selbstverständlich können Sie auch den Witterungsschutz nutzen. Er ist so ausgestattet, dass auch Rollstühle und Kinderwagen einen Platz im Trockenen finden. Bitte geben Sie ein Handzeichen, wenn Ihr Bus in die Haltestelle einfährt. Dann ist zu sehen, dass Sie zusteigen möchten. Betätigen Sie die Taste mit Rollipiktogramm neben der zweiten Bustür, dann kann der Fahrer die Rampe ausfahren. 

Achtung: Die Rampe kann nur bei geschlossener Tür ausgefahren werden. Bitte halten Sie ausreichend Abstand, denn die Rampe benötigt 100 cm zum Ausfahren. Stößt sie an ein Hindernis, fährt sie komplett wieder ein und startet erneut. Aus Sicherheitsgründen gibt die Rampe beim Ausfahren optische und akustische Signale von sich. Die Rampe trägt maximal 300 kg.