E-Mobilität: Die üstra ist auf dem Weg zur emissionsfreien Mobilität

Seit Anfang des Jahres fahren die Stadtbahnen der üstra mit 100 Prozent emissionsfreiem Strom aus regenerativen Energiequellen von enercity. Auch beim Bus sieht die üstra die Zukunft in der Elektromobilität mit CO2-freiem Strom.

Die üstra hat unter dem Leitspruch „Unsere Vision Null Emission“ im Rahmen ihrer neuen Umweltkampagne einen Hybridbus und eine Stadtbahn, sowie E-Bikes und das hauseigene Elektroauto mit grünen Motiven beklebt. Zukünftig werden weitere Fahrzeuge für die Kampagne genutzt. „Wir bekennen uns damit zum Unternehmensziel der emissionsfreien Mobilität“, sagte André Neiß, Vorstandsvorsitzender der üstra, heute bei der Präsentation der Motive in Hannover. „Wir wollen damit einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele der Region Hannover leisten“, betonte André Neiß.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren bedeutet die Umwelt zu schonen. Im Jahr 2014 verursachten die Bahnen und Busse der üstra  51,4 g/km CO2-Emission. Ein Auto verursacht im Vergleich 134,6 g pro Person/km. Außerdem wurde der Energieverbrauch der Stadtbahnen von 1993 bis 2014 um ca. 25 Prozent gesenkt. Zusätzlich gewinnen die Bahnen etwa ca. 35 Prozent zurückgespeiste Bremsenergie pro Jahr. In Schwungrad-speichern der üstra können diese Energien zwischengespeichert und bei Bedarf genutzt werden. Derzeit sind zwei Schwungradspeicher in Betrieb. Im Gleichrichterwerk Langenhagen wurde im Jahr 2013 ein weiterer Speicher installiert, der den Bedarf an Fahrstrom verringert und zur CO2-Reduzierung beiträgt. Im Jahr 2017 sollen voraussichtlich weitere Schwungradspeicher im Bereich Altwarmbüchen installiert werden.

Die Busflotte wird Anfang 2016 zusätzlich mit drei Elektrobussen verstärkt werden. Zunächst sollen diese auf den Linien 100/200 getestet werden. Die Elektrobusse werden mit einem Schnellladeverfahren durch den Strom aus dem Netz der Stadtbahnen versorgt und nutzen somit erneuerbare Energien. Der Hersteller der Busse ist das polnische Unternehmen Solaris. „Mit dem Einstieg in die Elektromobilität wollen wir den Vorsprung unserer Busse in Sachen Klimaschutz und Umweltverträglichkeit weiter ausbauen“, erklärte Wilhelm Lindenberg, Vorstand Betrieb und Personal der üstra.

Auch der Anteil der Hybridbusse ist gestiegen. Seit 2011 verstärken 36 Hybridbusse die Busflotte der üstra. 26 weitere Hybridbusse des Herstellers MAN sollen im Laufe des Jahres folgen. Damit ist knapp die Hälfte der gesamten üstra Busflotte mit einem Hybridantrieb ausgestattet. Im Vergleich verursachen Hybridbusse bis zu ein Viertel  weniger CO2-Emissionen als ein vergleichbarer Bus mit Dieselantrieb.

Für die Mitarbeiter der üstra stehen E-Bikes zur Verfügung. Diese können ausgeliehen und genutzt werden, um Dienstwege zeitlich und energetisch zu optimieren. So wird auch Mitarbeitern das Thema Umwelt und Klimaschutz näher gebracht. Darüber hinaus wurde ein Elektroauto in den Fuhrpark der üstra aufgenommen. Der BMW i3 befindet sich momentan im Testbetrieb.

Die üstra besitzt vier Photovoltaikanlagen mit denen Solarenergie gewonnen wird. Die Anlage in Leinhausen erzeugt beispielsweise bis zu 250 Kilowatt Leistung in der Spitze. Diese Energie wird zum Teil in das Fahrleitungsnetz eingespeist. Auf den drei Betriebshöfen werden jährlich rund 500.000 Kilowatt Strom erzeugt. Damit könnten rund 140 Haushalte versorgt werden.

Energie zu sparen ist mit Aufwand verbunden. Seit 2014 hat die üstra ein Energiemanagementsystem nach EN ISO 50001 eingeführt. Das System dient dazu den Energieverbrauch an allen sechs Standorten und in der Unternehmenszentrale der üstra weiter zu optimieren.

Jedes Jahr veröffentlicht die üstra einen Nachhaltigkeitsbericht. In diesem werden alle Informationen bezüglich der Umwelt- und Energiesparmaßnahmen transparent aufgeführt.

Die üstra Vorstände André Neiß und Wilhelm Lindenberg setzen auf E-Mobilität.
Die üstra Vorstände André Neiß und Wilhelm Lindenberg setzen auf E-Mobilität.