Umleitung von Stadtbahnen: Tunnelabschnitt wegen Bauarbeiten zeitweise gesperrt
Umfangreiche Gleisbauarbeiten vom 19. bis 26. Oktober im Stadtbahntunnel: Mehrere Stadtbahnlinien fahren Umleitungen oder entfallen auf Teilstrecken. Wir setzen Ersatzbusse für euch ein.
Wegen umfangreicher Gleisbauarbeiten im Stadtbahntunnel werden von Montag, 19. Oktober 2026, 03:00 Uhr, bis Montag, 26. Oktober 2026, 03:00 Uhr, mehrere Stadtbahnlinien umgeleitet oder fahren nur eingeschränkt. Zum Teil werden Ersatzverkehre mit Bussen angeboten. Die Bauarbeiten finden in zwei Phasen statt.
Phase 1: Montag, 19. Oktober, 03:00 Uhr, bis Freitag, 23. Oktober, 03:00 Uhr
In der ersten Phase wird eine Weiche im Bereich Hauptbahnhof saniert. Dabei handelt es sich um die Einfahrtsweiche in die unterirdische Wendeanlage für die Stadtbahnen im Hauptbahnhof. Die Weiche ist verschlissen, sodass die Schienen der Weiche getauscht werden müssen. Schwellen und Schotter bleiben erhalten. Während der Arbeiten kann die Wendeanlage nicht genutzt werden.
Gleichzeitig werden im Bereich der Rampe zwischen dem Gleisdreieck Humboldtstraße, der Benno-Ohnesorg-Brücke und der Gustav-Bratke-Allee bis zum Tunnelmund Schienen, Schwellen und Schotter getauscht. Vom Tunnelmund bis in die Station werden bei den inneren Gleisen die Schienenbefestigungen sowie einzelne Schwellen gewechselt. Damit soll ein sicherer Betrieb bis zur geplanten Sanierung des A-Tunnels im Jahr 2028 gewährleistet werden. Die Sanierung betrifft den Abschnitt zwischen den Stationen "Waterloo" und "Lister Platz".
Die aktuelle Maßnahme wird vorgezogen, damit während der A-Tunnel-Sanierung die Rampen jederzeit für die Baulogistik genutzt werden können. Der A-Tunnel ist der älteste Tunnelabschnitt des Stadtbahnnetzes. Nach mehr als 50 Jahren ist die maximale Nutzungsdauer der Gleise erreicht, sodass eine Sanierung notwendig ist.
In der Gustav-Bratke-Allee sind seit Montag, 5. Oktober 2026, zwei von drei Fahrstreifen in beiden Fahrtrichtungen für den Individualverkehr gesperrt. Dies ist für die Baustelleneinrichtung und die Baustellenlogistik notwendig. Alle Fahrbeziehungen werden jedoch weiterhin aufrechterhalten.
Diese Stadtbahnlinien sind betroffen
Linie 9
Die Linie 9 wird umgeleitet und fährt nicht durch den Tunnel. Der Streckenabschnitt zwischen "Empelde" und "Schwarzer Bär" wird regulär bedient. Anschließend fährt die Linie 9 auf der oberirdischen Strecke der Linie 17 über die Haltestellen "Humboldtstraße", "Goetheplatz", "Steintor" und "Hauptbahnhof/Rosenstraße". Sie endet am "Hauptbahnhof/ZOB".
Für den gesperrten Tunnelstreckenabschnitt der Linie 9 wird kein Ersatzverkehr mit Bussen angeboten. Alternativ können Fahrgäste an der Haltestelle „Lindener Marktplatz“ in die Busse der Linie 120 umsteigen. Diese bedienen entlang ihres Streckenverlaufs die Haltestellen "Waterloo", "Rathaus/Friedrichswall", "Aegidientorplatz" und "Kröpcke" in unmittelbarer Nähe zu den Tunnelstationen der Linie 9 und weiterer Stadtbahnlinien.
Linie 17
Die Linie 17 fährt während der Maßnahme zwischen dem Endpunkt "Wallensteinstraße" und "Humboldtstraße" die reguläre Strecke. Am Goethekreisel biegt sie jedoch zur Haltestelle "Glocksee" ab und endet dort, da sonst das Fahrzeugaufkommen im Bereich "Hauptbahnhof/ZOB" durch die Umleitung der Linie 9 zu hoch wäre.
Phase 2: Freitag, 23. Oktober, 03:00 Uhr, bis Montag, 26. Oktober, 03:00 Uhr
Während der zweiten Phase wird weiterhin an den Gleisen zwischen dem Gleisdreieck Humboldtstraße und der Station Waterloo gearbeitet. Gleichzeitig wird die Einfahrtweiche in stadteinwärtiger Richtung in den Hauptbahnhof saniert. Sie bildet die Einfädelung aus der Wendeanlage auf die Stammstrecke. Die Weiche ist verschlissen, sodass ihre Schienen getauscht werden müssen.
In dieser Phase sind weitere Linien von den Bauarbeiten betroffen. Auf dem Streckenabschnitt zwischen den Haltestellen "Allerweg" und "Lortzingstraße", auf der Strecke der Linien 3, 7 und 13, ist kein Stadtbahnverkehr möglich. Für diesen Zeitraum werden Ersatzverkehre mit Bussen eingerichtet.
Umleitungen und Änderungen bei den Stadtbahnlinien
Linien 3, 7 und 13
Der Tunnelbereich zwischen den Haltestellen "Lister Platz" und "Waterloo" wird von den Stadtbahnlinien 3, 7 und 13 sowie teilweise von der Linie 9 nicht bedient.
Die Linien 3, 7 und 13 verkehren nur zwischen ihren jeweiligen Endpunkten "Altwarmbüchen" (Linie 3), "Misburg" (Linie 7) und "Fasanenkrug" (Linie 13) und der Haltestelle "Lortzingstraße".
Auf den Linien 3 und 7 entfällt der südliche Streckenabschnitt nach "Wettbergen". Dieser wird durch die Linie 17 ersetzt, die während der Maßnahme in einem dichteren Takt fährt.
Linie 17
Während der Maßnahme startet die Linie 17 bereits in "Wettbergen", dem Endpunkt der Linien 3 und 7, statt an der "Wallensteinstraße".
Ab der "Wallensteinstraße" fährt die Linie 17 die reguläre Strecke über "Schwarzer Bär", "Humboldtstraße" und "Goethekreisel" bis zu ihrem regulären Endpunkt "Hauptbahnhof/ZOB".
Linie 10 und Linie 12
Die Linie 10 entfällt und wird durch die Linie 12 ersetzt. Die Linie 12 stellt eine Querverbindung zwischen "Ahlem", dem Endpunkt der Linie 10, und "Hemmingen", dem Endpunkt der Linie 13, her.
Zwischen "Ahlem" und "Glocksee" fährt die Linie 12 die reguläre Strecke der Linie 10 und biegt am Goethekreisel zur "Humboldtstraße" ab. Anschließend bedient sie die Haltestelle "Schwarzer Bär". Danach fährt sie zum "Allerweg" und von dort bis nach "Hemmingen" über die reguläre Strecke der Linie 13.
Der entfallende Streckenabschnitt der Linie 10 zwischen "Goethekreisel" und "Hauptbahnhof/ZOB" wird während der Umleitung von den Linien 17 und 9 abgedeckt.
Linie 9
Die Linie 9 fährt während der zweiten Phase die gleiche Umleitung wie in Phase 1. Der Streckenabschnitt zwischen "Empelde" und "Schwarzer Bär" wird regulär bedient. Anschließend fährt die Linie 9 auf der Strecke der Linie 17 über die Haltestellen "Humboldtstraße", "Goetheplatz", "Steintor" und "Hauptbahnhof/Rosenstraße". Sie endet oberirdisch am "Hauptbahnhof/ZOB".
Ersatzverkehr mit Bussen
Da der Tunnelabschnitt zwischen "Lister Platz" und "Waterloo" von den Stadtbahnlinien 3, 7 und 13 nicht bedient werden kann, wird ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.
Die Busse verkehren zwischen der Haltestelle "Lortzingstraße" und der "Humboldtstraße". An der "Humboldtstraße" besteht regulär eine Umsteigemöglichkeit zur Linie 17 und während der Maßnahme zu den Linien 9, 12 und 17.
Der Ersatzverkehr bedient folgende Haltestellen:
- "Lortzingstraße"
- "Lister Platz"
- "Apostelkirche" (Ersatz für "Sedanstraße / Lister Meile")
- "Hauptbahnhof"
- "Aegidientorplatz"
- "Rathaus/Friedrichswall" (Ersatz für "Markthalle / Landtag")
- "Waterloo"
- "Humboldtstraße"
Anschlussverkehr wird verlegt
Der Anschlussverkehr zwischen der B-Strecke (Linien 1, 2 und 8) und der C-Strecke (Linien 4, 5, 6 und 11) findet während der Maßnahme nicht wie üblich am "Kröpcke" statt. Zusammen mit den Ersatzbussen wird dieser zur Station "Aegidientorplatz" verlegt.
Ein zusätzlicher Anschlussverkehr zwischen den Stadtbahnlinien 9, 12, 13 und 17 findet an der "Humboldtstraße" statt. Zu bestimmten Abfahrten stehen hier zwei Stadtbahnen je Richtung am Bahnsteig, um einen direkten Anschluss zu ermöglichen.
Die Fahrgäste werden über Durchsagen am "Kröpcke" und am "Aegidientorplatz" über den verlegten Anschlussverkehr informiert.
Aktuelle Informationen und Service vor Ort
Da die Ersatzbusse nach einem gesonderten Baustellenplan fahren, bittet die ÜSTRA alle Fahrgäste, mehr Zeit einzuplanen.
Die angepassten Umleitungsfahrpläne werden rechtzeitig in der ÜSTRA App und in der Fahrplanauskunft eingepflegt. Zusätzlich informieren Aushänge auf den betroffenen Streckenabschnitten über den Ersatzverkehr und die Umleitungen.
An den Haltestellen "Lortzingstraße", "Vier Grenzen" und "Humboldtstraße" setzen wir Servicepersonal ein. Während des Nachtverkehrs steht Servicepersonal außerdem an der Station "Aegidientorplatz" bereit. Unsere Mitarbeitenden helfen euch beim Umstieg, geben Auskünfte und beantworten Fragen.
Die Maßnahme wurde bewusst in die Herbstferien gelegt, um die Schülerverkehre nicht zu beeinträchtigen.
Besonderheiten bei Arbeiten im Stadtbahntunnel
Für Arbeiten im Tunnelbereich müssen zahlreiche gesetzliche Vorgaben eingehalten werden. Sie dienen sowohl der Sicherheit der dort Beschäftigten als auch dem Schutz der Menschen in der unmittelbaren Umgebung. Dazu gibt es zahlreiche neue Richtlinien.
Insbesondere muss der Schutz vor Staub und vor den Abgasen der Dieselaggregate der eingesetzten Maschinen gewährleistet sein. Für die aktuellen Maßnahmen ist deshalb unter anderem eine sogenannte Bewetterung erforderlich. Dabei müssen eine gesicherte Frischluftzufuhr und die gesicherte Abfuhr belasteter Luft sichergestellt werden.
Aus Gründen des Arbeitsschutzes müssen die Maßnahmen an den beiden Weichen im Hauptbahnhof daher nacheinander durchgeführt werden.
Für die Bewetterung während der zweiten Maßnahme wird der Zugang zum stadtauswärtigen Bahnsteig am Hauptbahnhof vom Raschplatz aus von Donnerstag bis Montag gesperrt. Dies betrifft die Fest- und Fahrtreppen sowie den Aufzug in diesem Zugang. Zusätzlich müssen auf benachbarten Linien der B-Strecke weitere Langsamfahrstellen eingerichtet werden.
Sanierungsarbeiten in einem U-Bahntunnel unterscheiden sich von Gleisarbeiten auf offener Strecke, weil das verschlissene und das neue Material über längere Wege transportiert werden müssen.
Für die Arbeiten im Bereich Hauptbahnhof wird dafür eine Lore eingesetzt. Diese fährt jeweils in den Nachtstunden vom ÜSTRA Betriebshof Döhren zum Hauptbahnhof, liefert die neuen Teile an und transportiert das Altmaterial ab.
Erstellt am 13.10.2026