Menschen gehen über die Straße an der oberirdischen Haltestelle Steintor. An dieser Hält gerade eine Stadtbahn.
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Weiter steigende Fahrgastzahlen: 163 Millionen sind mit der ÜSTRA unterwegs

ÜSTRA Jahresabschluss 2025: Die Fahrgastzahlen sind im vergangenen Jahr auf 163,0 Mio. angestiegen. Damit zeigt sich, dass wiederholt mehr Fahrgäste die ÜSTRA zu schätzen wissen.

Am Freitag, den 24. April, hat der Aufrichtsrat der ÜSTRA den Jahresabschluss 2025 gebilligt. Die Fahrgastzahlen sind im vergangenen Jahr auf 163,0 Millionen (Vorjahr: 156,8 Millionen) angestiegen. Damit zeigt sich, dass wiederholt mehr Fahrgäste den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) nutzen und die Qualität und Attraktivität des Angebots in den Stadtbahnen und Bussen der ÜSTRA zu schätzen wissen.

Auch das wirtschaftliche Ergebnis des vergangenen Jahres ist um 7,9 Millionen Euro besser als geplant ausgefallen. Höhere Tarifeinnahmen durch die gestiegenen Fahrgastzahlen sowie ein neues, bundesweites Aufteilungsverfahren beim Deutschlandticket führten zu ungeplanten Umsatzerlösen. In absoluten Zahlen bedeutet dies ein Jahresergebnis von -97,1 Millionen Euro für die ÜSTRA.

Investitionen für den Nahverkehr der Zukunft

Das Bruttoinvestitionsvolumen lag im Jahr 2025 bei 23,3 Millionen Euro und fiel damit geringer aus als geplant. So musste die für 2025 geplante Auslieferung von 20 Hybridbussen in Höhe von 8,5 Millionen Euro (Förderanteil 2,2 Millionen Euro) aufgrund von Lieferproblemen seitens des Herstellers auf 2026 verschoben werden, die Anschaffung von zwei neuen Elektrobussen wurde bewusst auf dieses Jahr verschoben.

Der Fokus unserer Investionen lag 2025 im weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur für die Elektrobusse mit einer Höhe von 4,4 Millionen Euro. Die ÜSTRA investierte außerdem in andere wichtige Projekte wie die Aufstockung der sprinti-Flotte durch zehn Kleinbusse (1,3 Millionen Euro), WLAN für Fahrgäste (1,2 Millionen Euro) und die Ausstattung des neuen Zentrallagers in Badenstedt mit moderner Lagertechnik (0,5 Millionen Euro).

Ein Elektrobus (eCitaro) lädt über den Pantografen am Lademast der Haltestelle Haltenhoffstraße.
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Die Tarifeinnahmen betrugen im vergangenen Jahr 137,2 Millionen Euro (Vorjahr: 120,1 Millionen Euro). Die Anhebung des Preises für das Deutschlandticket in 2025 von 49 Euro auf 58 Euro hatte auf die Nachfrage keine negativen Auswirkungen.

Positiv wirkte sich insbesondere die Entwicklung des Deutschlandticket Job aus: Ende Dezember 2025 hatten im ÜSTRA Verbund 112.413 Menschen ein D-Ticket beziehungsweise D-Ticket Job.

Berufspendlerin steht mit Handy an Haltestelle
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Wir geben alles für euch

Die ÜSTRA beschäftigte im Geschäftsjahr 2025 durchschnittlich insgesamt 2.615 Mitarbeitende (Vorjahr: 2.533). Davon waren insgesamt durchschnittlich 107 Auszubildende (Vorjahr 108) beschäftigt. Nach 2018 und 2021 wurde die ÜSTRA im vergangenen Jahr erneut mit dem Qualitätssiegel „TOP Ausbildung“ der Industrie- und Handelskammer (IHK) Hannover ausgezeichnet.

Der Frauenanteil bei den Mitarbeitenden konnte mit 22,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr erneut kontinuierlich gesteigert werden. Insgesamt beschäftigte die ÜSTRA im vergangenen Jahr 588 Frauen (Vorjahr: 547).

Gemeinschaftsbetrieb mit regiobus erfolgreich gestartet

Die ÜSTRA war 2025 mit 351 Stadtbahnwagen und 157 Bussen (davon 49 Elektrobusse und 104 Hybridbusse) in Stadt und Region Hannover unterwegs.

Die Vorstandsvorsitzende Elke Maria van Zadel und Vorständin Denise Hain bedanken sich gemeinsam mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Ulf-Birger Franz und dem Betriebsratsvorsitzenden Christian Bickel bei allen Mitarbeitenden der ÜSTRA für ihr großes Engagement im vergangenen Jahr.

Geprägt war das Jahr durch große Fortschritte beim am 1. Januar 2025 gestarteten Gemeinschaftsbetrieb von ÜSTRA und regiobus. In zahlreichen Projektgruppen konnten dank des Einsatzes aller Mitarbeitenden bereits viele Prozesse optimiert und zukunftsorientiert gestaltet werden. Mit dem Projekt albus (autonomer Linienbus) startete die ÜSTRA gemeinsam mit der Region Hannover im September 2025 ein bundesweit einmaliges Pionierprojekt: In Burgdorf nahm der erste großformatige automatisierte Linienbus Deutschlands seinen Testbetrieb im realen Straßenverkehr auf.

Fünf Mitarbeiter*innen von regiobus und ÜSTRA stehen vor einem regiobus und einem ÜSTRA Linienbus.
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Erstellt am 27.04.2026